Arbeit mit Glaubenssätzen (Scaling)

Negative Glaubenssätze beruhen auf Entscheidungen, die wir in Zeiten getroffen haben, in denen wir uns von anderen Menschen getrennt gefühlt und deshalb gelitten haben. Wir haben damals versucht, schwierige Situationen zu bewältigen, indem wir uns an (allerdings einschränkenden und dadurch unwahren) Konzepten festgehalten haben. Positive Glaubenssätze entstehen vor allem aus Entscheidungen, die wir während Erfahrungen von Erfolg oder Liebe getroffen haben.

Unsere Glaubenssätze und Einstellungen gestalten unser Weltbild und formen unsere Lebensmuster. Sie können bewusst oder unterbewusst sein, üben aber in beiden Fällen massiven Einfluss auf uns aus. Unsere Gedanken, Überzeugungen, Werte und Entscheidungen bestimmen nicht nur unser Erleben der Welt, sondern auch, wie andere Menschen sich uns gegenüber verhalten. Die anderen nehmen oft unterbewusst, zum Teil aber auch bewusst wahr, welche Glaubenssätze wir in uns tragen. Es gibt viele Berichte, dass Geschehnisse im Coaching, in Seminaren oder andere Ereignisse, die zum Aufwachen aus bisher unbewussten Glaubenssätzen bzw. zu Änderungen der eigenen Glaubenssätze oder Einstellungen geführt haben, sofort auf die Menschen wirken, mit denen man emotional oder unterbewusst verbunden ist. Manchmal passiert es, dass man, sofort nachdem man heimgekommen ist, von den am engsten mit einem verbundenen Menschen angerufen wird und diese Menschen eine stark veränderte Einstellung einem gegenüber zeigen. Jahrelange Konflikte können auf einen Schlag ausgeräumt sein.
In der Methode des Scaling schreiben wir zu einem Thema folgende Glaubenssätze, Gedanken und Gefühle auf:

  1. diejenigen, unter denen man leidet, und die einem mehr oder weniger bewusst sind;
  2. diejenigen, die zunächst unbewusst/verdrängt darunter liegen (diese sind durch Steigerung der Sätze unter 1. ins Negative und durch Raten bzw. Intuition zu finden);
  3. das, was man anstrebt;
  4. eindeutig übertriebene negative Sätze;
  5. eindeutig übertriebene positive Sätze.

Durch 4. und 5. klärt man seine Position und relativiert sein Problem.

Aufmerksames ehrliches Wahrnehmen der eigenen Gedanken und Gefühle, verbunden mit positiver Absicht, wirkt heilend und stärkend.
Negative Glaubenssätze kann man als Eisbrocken imaginieren.
Das Bewusstsein ist in diesem Bild die wärmende Sonne:

  • es sendet Licht und Liebe,
  • es macht Glaubenssätze flüssig,
  • es befreit sie aus abgekapselter Isolation.

Negatives löst sich auf im Licht des Bewusstseins, Positives wird gestärkt! Man nimmt Licht und Liebe auf wie eine Pflanze, die wächst und sich entfaltet.