„Den Dämonen Nahrung geben“

„Dämonen” sind nach Tsültrim Allione etwa das, was C.G. Jung unseren „Schatten” nennt: die ungeliebten, z.T. verdrängten Anteile in uns, sogenannte negative Gefühle wie Hass, Unzufriedenheit und Ängste, Süchte, aber auch Krankheiten und innere Anteile wie Kritiker-, Antreiber- und Perfektionisten-Stimmen. Durch Leugnen oder Bekämpfen dieser inneren Kräfte gelangt man nicht weiter. Stattdessen gilt es, diese „Dämonen” gründlich zu erkunden und auf ihre tieferen Bedürfnisse einzugehen. Die Erfahrung zeigt, dass es dadurch immer wieder zu tiefgreifenden Verwandlungsprozessen kommt. Methodisch geschieht dies in fünf Schritten: Über Erkundung und Visualisierung (1) bereitet man die Identifikation vor, mit welcher man herausfindet, was der „Dämon” braucht (2), dann folgt die Vorstellung der Fütterung des „Dämons” (3). Beim dritten Schritt oder danach taucht oft ein hilfreiches Wesen auf, zu dem man Kontakt aufnehmen kann (4). Zum Abschluss vertieft eine Meditation in Stille den neuen, verwandelten Zustand (5).